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Dieser Bericht beschreibt einem besonderen Menschen welcher nicht aktiv bei der Feuerwehr ist, der aber für uns, wie sein Vater, schon ewig und noch immer Schneiderarbeiten erledigt.
KNAFL Solnier ist am 11. August 1922 geboren, und wählte in den schweren 30er Jahren den Beruf eines Schneiders. Er lernte in Velden bei der Schneiderei Sereinig, und mußte damals jeden Tag zur Arbeit zu Fuß von St.Egyden Hausnummerr.27 nach Velden und zurück gehen. Für einen Lehrling von heute kaum mehr vorstellbar! Später machte er auch den Meisterbrief.

Im 2. Weltkrieg wurde er kurz nach seiner Lehre zum Arbeitsdienst in der Armee einberufen, und war in POLEN und später in KIEW (Russland) tätig. Er arbeitete am Rollfeld und mußte unter anderem viele Flugzeuge mit schweren Bomben beladen, eine schwere körperliche Arbeit.
Nach ca. einem Jahr Arbeitsdienst wurde er in die ehemalige Jägerkaserne (jetzige Windischkaserne) in Klagenfurt als Jäger einberufen. Bald ging es nach Salzburg dann über DANZIG in die Ortschaft ROWANEMI in Finnland. Von dort mußte er und viele andere Soldaten 500km zu Fuß über die Eismeerstraße nach KIRKENES in NORWEGEN marschieren, um dort ihren Dienst bei der 6. Gebirgsdivision im Niemandsland unter widrigsten Bedingungen (kein Essen, Kälte, Wind usw.), zu versehen. Immer wieder wurden sie dort von den Russen angegriffen, mußten sich verteidigen, und oft mußten sie dort die Russen angreifen.

Sein Vorteil war aber, das er den Beruf des Schneiders hatte, und so nähte
er für seine Kammeraden und auch für Offiziere kaputte Bekleidung,
stopfte Socken, und machte auch komplette neue Uniformen aus Stoff. Als Gegenleistung
mußte er nicht immer Wache stehen, oder er bekam Zigaretten oder anderes.
Einmal änderte er seine Feldkappe um, weil sie dann besser zum tragen war.
Ein Leutnant sah diese geändeerte Kappe und fragte: Wer hat diese Kappe
geändert? Ich war die Antwort von KNAFL S. Er mußte
dann die Kappe des Leutnants ändern und bald folgten viele Kammeraden und
Freunde aus seiner Einheit.

Vom Krieg zurück in im Jahre
1946 arbeitete er im Betrieb seines Vaters als Schneider weiter. Sein Vater
KNAFL Jakob geboren 1894 war einer der Gründungsmitglieder unserer
Feuerwehr im Jahre 1909. Später mußte er im ersten
Weltkrieg dienen.
Die ersten Feuerwehruniformen die KNAFL Solnier nach dem Krieg
in den Jahren 46/47 für uns machte waren aus einem Stoff den sein Vater
am Dachboden vor den Soldaten versteckt hatte und von der Wehrmacht stammte.
Der Vater hätte alles abgeben müssen....
In seiner Schneiderei bildete der Schneidermeister auch viele Lehrlinge aus
unserer Ortschaft aus, wie z.b.: Schnoffnegger Elise, Urschitz Hermann, Müller
Dionius, Florianz......u.a.