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20.3.2019 14:03

Feuerwehr St. Egyden wurde zu Wohnhausbrand in Velden gerufen

Dachstuhl stand in Flammen (Foto © Sobe)

Sirenenalarm am Freitag den 3. Dezember 2010 um 19:23 Uhr in St. Egyden. Wenige Minuten später rückte das voll besetzte Kleinlöschfahrzeug (KLF) mit Blaulicht in Richtung Velden aus. Trotz Behinderung durch irritierte Fahrzeuglenker im Ortskern von Velden erreichen die Feuerwehrleute von St. Egyden rechtzeitig die Einsatzstelle in der Köstenberger Straße 141.

Da die Freiwillige Feuerwehr Velden den Dachstuhlbrand des Mehrparteienhauses wegen der Niedrigenergie-Bauweise nicht eindämmen konnte, wurde Alarmstufe 3 ausgelöst. "Das war eine neue Situation. Der Dachstuhl war völlig unzugänglich", sagt Einsatzleiter HBI Manfred Brugger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Velden.

Der Auftrag für die Freiwillige Feuerwehr St. Egyden:

·         Stellen eines Atemschutztrupps (3 Mann) für den Innenangriff

·         Unterstützung des Außenangriffs von der Nordseite des Gebäudes

·         Aufstellen der ausziehbaren Alu-Leiter

·         Unterstützung der Löschkräfte am Dach

Der Dachstuhlbrand stellte die Einsatzkräfte vor eine Menge an Problemen. Die Dachkonstruktion aus Blech verhinderte die direkte Löscharbeit von außen. Durch die vielen Isolierungsschichten konnte auch von innen der Brandherd nicht direkt bekämpft werden. Ein Defekt der Drehleiter Velden erschwerte die Situation noch zusätzlich. Durch Einsatz unserer ausziehbaren Leiter konnten doch noch rechtzeitig Einsatzkräfte auf das Dach gebracht werden, um zumindest die Ausbreitung des Feuers auf den noch intakten Teil des Gebäudes zu verhindern. Dazu wurde die Dachhaut aufgerissen um die Holzkonstruktion direkt mit Wasser kühlen zu können.

Die austretenden Flammen am Dach wurden von einem Löschtrupp von der Nordseite des Hauses niedergeschlagen. Nach Eintreffen der Hauptfeuerwache Villach wurden diese von der Drehleiter aus unterstützt. Die angeforderte Drehleiter aus Wolfsberg (die längste in Kärnten) konnte den Außenangriff von der Südseite leider nicht unterstützen, da auch diese für diesen Einsatz zu kurz war. So konnte der Brand auf der Südseite des Hauses nur von innen bekämpft werden, da das Dach auf dieser Seite zu steil war, um begehen werden zu können.

Die Atemschutztrupps hatten im Innenangriff wiederum mit dem Problem zu kämpfen, dass der Brandherd wegen der starken Rauchentwicklung und der vielen Dachisolierungsschichten nur sehr schwer zu lokalisieren war. Durch den Einsatz von Druckbelüftern und einer Wärmebildkamera konnten diese Bedingungen etwas erleichtert werden. Ein Atemschutzträger der Feuerwehr St. Egyden musste wegen Übelkeit ersetzt werden. Er konnte sich aber schnell wieder erholen und unterstützte die weiteren Löscharbeiten im Außenangriff.

Bei diesem Wohnhausbrand entstand zum Glück nur Sachschaden (Details nicht bekannt), und es wurden keine Personen verletzt.

Erst gegen 02:00 Uhr Früh konnte die Feuerwehr St. Egyden wieder vom Einsatzort abrücken. Das Fahrzeug und die Geräte wurden wieder in Einsatzbereitschaft gebracht, danach konnten die Kameraden in die verdiente Nachtruhe gehen.

Alarmierung FF St. Egyden: 03.12.2010 um 19:23 Uhr

Rückkehr ins Rüsthaus:         04.12.2010 um 02:20 Uhr

Leitung für FF St. Egyden:

OBI Peter Scharnagl

Eingesetzt:

FF St.Egyden KLF  mit 9 Mann (4 ATS)