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16.11.2019 1:56

Pressluftatmer

Der Atemluftvorrat wird in ein oder zwei Atemluftflaschen mitgeführt. Der Fülldruck der Flaschen beträgt 200 oder 300 bar. Die Druckreduzierung der Atemluft von Flaschendruck zu Mitteldruck (allgemein unter 10 bar) wird durch einen Druckminderer erreicht. Die Atemluft strömt über den Druckminderer durch eine Mitteldruckleitung zum Lungenautomaten. Dort wird sie entsprechend dem Bedarf des Geräteträgers dosiert. Der Lungenautomat ist mit dem Atemanschluss direkt verbunden.

Als Atemanschlüsse müssen bei der Feuerwehr Vollmasken verwendet werden, die mit Ein- und Ausatemventil versehen sind.

Bei uns in der Feuerwehr sind 3 Stück Dräger PA80 Pressluftatemschutzgeräte mit 2 4-Liter-Flaschen (200bar) in Verwendung. Das entspricht einen Luftvorrat von ~1600 Liter.

Die Doppelflaschengeräte mit 4-Liter-Flaschen sind allerdings in der Zwischenzeit veraltet und werden von den neueren 6-Liter-Geräten oder 6,8-Liter-Geräten abgelöst.

Atemschutzgeräte im KLF

Aufbau Pressluftatmer

Einsatzgrenzen der Pressluftatmer

Atemluftflaschen enthalten nur einen begrenzten Vorrat an Atemluft, so dass die Gebrauchsdauer begrenzt ist. Bei einem Atemluftvorrat von z.B. 1600 l schwankt die Gebrauchsdauer je nach der Belastung des Trägers (physisch und psychisch) zwischen 20 und 50 Minuten. Daher sind solche Behältergeräte bei langen Anmarschwegen und für länger dauernde Arbeiten nur bedingt geeignet (z.B. Tunnel,Tiefgaragen usw.).

Die angegebenen Werte zeigen deutlich die starke Zeitabhängigkeit von Pressluftatmern. Für den Einsatzleiter an problematischen Einsatzstellen bedeutet das eine sorgfältige Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung, beispielsweise die rechtzeitige Heranführung von weiteren Atemschutzgeräteträger und Reservegeräten oder andere logistische Maßnahmen.